Hintergrund

Wo wir stehen
Es ist ein offenes Geheimnis: Der Arbeitsmarkt ist nicht für alle zugänglich. Es gibt zu wenige Arbeitsplätze und die Leistungsanforderungen grenzen eine Vielzahl von Personen aus. Dass jemand keine Arbeitsstelle findet oder nicht arbeiten kann, gehört zur gegenwärtigen ‚Normalität‘. Konkret: Irgendjemanden muss es treffen. Die Folgen sind eine schwere Last auf den Schultern der Betroffenen; diese Last zu bewältigen bleibt deren persönliche Angelegenheit, und so wird eine gesellschaftliche Problematik auf Einzelne umgemünzt.

Muss das so sein?
Nein. Ein gutes Leben ist für alle Menschen wichtig – und ein solches ist nicht allein von den Chancen im Arbeitsmarkt abhängig. Wenn es gelingt, die Situation weiter zu fassen, entsteht Platz für Neues. Was die Menschen verbindet, die keiner regelmässigen Arbeit nachgehen können, ist nicht die Erwerbslosigkeit. Vielmehr verbindet sie die Erfahrung, im Alltag auf sich selbst gestellt zu sein, mit wenig verfügbaren materiellen Mitteln. Sinn und Lebensqualität sind auf diese Weise eine besondere Herausforderung. Mit diesem Hintergrund drängen sich grundlegende Fragen auf: Müssen die Menschen ihre Situation alleine bewältigen können? Ist sinnvolles Tun ohne Lohn nicht auch vollwertige Arbeit? Mehren sich die Chancen für ein gutes Leben nicht um ein Vielfaches, wenn sich Menschen zusammentun?

Wohin wir uns bewegen wollen
Es ist an der Zeit, die Situation ‚Arbeitslos‘ neu zu sehen, die eigentlich ‚freigesetzte Zeit‘ zu befreien und zusammen das gute Leben zu gestalten.
Der gesellschaftliche Wandel betrifft alle Menschen. Die Arbeitsbedingungen und das soziale Leben werden sich weiter verändern. Lebensdienliche Zusammenarbeit ist ein wichtiges Glied für positive soziale Veränderungen. Die Zukunft gestalten wir alle mit – zusammen schauen wir, wohin wir uns bewegen wollen.